Auf Fuerteventura gibt es keine Jahreszeit, die wegen Kälte schlecht wäre – und das verändert die Frage. Sonne ist fast das ganze Jahr sicher; was eine Reise wirklich prägt, sind der Wind – die beständigen Passatwinde aus Nordost – und der Zustand des Meeres. Die Reisezeit zu wählen heißt hier, zu entscheiden, wie viel Wind man spüren möchte und welches Wasser man sucht.
Das Wichtigste
- Milder Winter: im Januar Mittelwerte von 18–20 °C, Höchstwerte um 21 °C, Tiefstwerte von 14–15 °C.
- Wenig Regen: etwa 14 mm im Januar, verteilt auf wenige Tage.
- Das Wasser: im Januar um 19 °C. Frisch, nicht kalt.
- Der Sommer: mehr Wind. Es ist die Saison der Windsurf- und Wingfoil-Wettbewerbe.
- Die Uhrzeit: Auf den Kanaren ist es eine Stunde früher als in Deutschland.
Der Winter: die Insel der Januarsonne
Für den britischen Wetterdienst Met Office gehört Fuerteventura zu den klassischen Wintersonnenzielen, mit 6–7 Sonnenstunden täglich in den kalten Monaten Europas und geringem Unterschied zwischen Winter- und Sommermittelwerten. Deshalb füllen deutsche und britische Gäste die Insel im Winter, und viele bleiben wochenlang.
Was man in Kauf nimmt: Die Abende werden kühl, im Schatten und bei Wind braucht man eine Schicht mehr, und 19 °C Wassertemperatur laden eher zu kurzen Bädern ein. Für Reisende ohne Eile ist es das schönste Licht des Jahres. Ausführlich in Fuerteventura im Winter.
Der Sommer: die Insel des Windes
Die Passatwinde wehen im Sommer am beständigsten, und die Insel nutzt das: Der Windsurf- und Wingfoil-Weltcup von Sotavento an der Küste von Pájara findet jeden Sommer im Juli und August statt. Für alle, die Windsport treiben, ist das die Zeit. Wer lieber im Sand liegt, ohne dass der Sand zu ihm kommt, wählt den Strand mit Bedacht: Windgeschützte Buchten und Strände trifft es weniger, und auch der Süden hat sehr exponierte Abschnitte wie Sotavento.
Das Meer, je nach Küste
Fuerteventura hat zwei Gesichter. Die Westküste und der Norden bekommen die Dünung des Atlantiks ab; Osten und Süden sind meist geschützter. In El Cotillo etwa hat der offene Strand im Winter eine kräftige Brandung, während die Lagunen nördlich des Ortes, vom Fels geschützt, bei bewegter See die ruhige Wahl sind. Man muss die Reisedaten nicht ändern – nur je nach Tag den Strand.
Eine Regel für jeden Monat: Achten Sie auf Flaggen und Warnschilder. Der Atlantik ist kein See, und manche wunderschöne Strände – Cofete ist der bekannteste – sind nicht zum Baden.
Monat für Monat, in einer Zeile
- Dezember bis Februar: milde Sonne, frisches Wasser, kurze Nachmittage. Hochsaison der Langzeitaufenthalte.
- März und April: Die Tage werden länger, der Wind kommt auf.
- Mai und Juni: angenehme Temperaturen, außerhalb der großen europäischen Ferien.
- Juli und August: kräftiger Wind und Wettbewerbssaison; dazu Schulferien.
- September und Oktober: Das Meer hält die Sommerwärme, der Wind lässt meist nach.
Unsere Einschätzung
Wer Ruhe sucht, wählt Mai, Juni, September oder Oktober: außerhalb der Schulferien und mit sanfterem Wind als im Hochsommer. Wer Sonne will, wenn Europa keine hat, findet im Winter den eigentlichen Sinn dieser Insel – sofern eine Jacke in der Abenddämmerung kein Problem ist. Und wer wegen des Windes kommt, weiß es schon: Juli und August. Was sich zu keiner Jahreszeit ändert, ist der Raum: Fuerteventura wirkt nie ganz voll. Für die Planung der ganzen Reise beginnen Sie mit dem Weg vom Flughafen zur Unterkunft.
Durchschnittliche Klimadaten, abgerufen im Oktober 2026 (langjährige Mittelwerte, keine Vorhersagen). Ein einzelnes Jahr kann abweichen.